Lektion 0.2

Ihr persönlicher Weg

Sechs kurze Fragen, aus denen eine Reihenfolge der Lektionen entsteht, die zu Ihrer Lage passt. Alle Lektionen bleiben trotzdem offen.

Sie können jederzeit pausieren und später weitermachen.

Das Video zu dieser Lektion folgt.

etwa 3 Minuten

Text zum Video lesen

Dieser Kurs hat viele Lektionen. Das ist Absicht, denn Schule ist ein großes Thema. Aber Sie müssen nicht alles lesen, und schon gar nicht in einer festen Reihenfolge. Deshalb stellen wir Ihnen jetzt sechs kurze Fragen. Aus Ihren Antworten entsteht ein Vorschlag, womit Sie anfangen und wie es weitergeht. Das dauert etwa zwei Minuten.

Die erste Frage lautet: Worum geht es bei Ihrem Kind? Autismus, ADHS, beides, oder gibt es einen Verdacht und Ihr Kind ist noch in der Abklärung. Auch ohne Diagnose sind Sie hier richtig. Die zweite Frage betrifft die Schule. Steht die Einschulung an, geht Ihr Kind in die Grundschule, in eine weiterführende Schule, in die Oberstufe oder ins Berufskolleg, oder in eine Förderschule? Die dritte Frage ist das Bundesland. Schulrecht ist Ländersache. Wir beschreiben Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Baden-Württemberg genauer. Wenn Sie woanders wohnen, zeigen wir Ihnen, wie Sie die Regeln Ihres Landes finden.

Die vierte Frage ist die wichtigste: Was beschäftigt Sie gerade am meisten? Hier dürfen Sie mehrere Antworten wählen. Zum Beispiel Gespräche mit der Schule, Krisen oder Ausraster, ein Kind, das nicht mehr zur Schule gehen mag oder kann, Mobbing, Nachteilsausgleich, Schulbegleitung, ein Schulwechsel, Hausaufgaben, Schlaf. Und auch Ihre eigene Erschöpfung steht auf dieser Liste. Sie gehört dazu.

Die fünfte Frage: Hat Ihr Kind eine Schulbegleitung, ist sie beantragt, oder nicht? Auch "weiß ich nicht" ist eine gute Antwort. Und die sechste Frage: Wie viel Zeit haben Sie pro Woche? Fünfzehn Minuten, eine halbe Stunde oder eine Stunde und mehr. Seien Sie dabei ruhig ehrlich mit sich. Ein kleiner Plan, der in Ihre Woche passt, bringt mehr als ein großer, der Sie unter Druck setzt.

Was passiert dann? Sie sehen eine Reihenfolge von Lektionen. Ganz vorn stehen die Grundlagen. Wenn Sie Krisen, Schulvermeidung oder Mobbing angekreuzt haben, rücken die Lektionen aus dem Kapitel "Wenn es brennt" weit nach vorn. Danach kommt Ihr wichtigstes Anliegen, dann das Kapitel über Gespräche mit der Schule, weil es fast alles andere trägt, und dann der Rest.

Ganz wichtig: Das ist ein Vorschlag, kein Zwang. Alle Lektionen bleiben für Sie offen. Sie können jederzeit springen, zum Beispiel wenn morgen ein Gespräch ansteht und Sie schnell etwas nachlesen wollen. Und Sie können die Fragen jederzeit neu beantworten. Wenn Ihr Kind die Schule wechselt oder sich etwas Wichtiges ändert, passt sich Ihr Weg einfach an.

Ihre Antworten dienen nur dazu, Ihnen eine Reihenfolge vorzuschlagen. Niemand bewertet sie, und niemand an der Schule Ihres Kindes erfährt davon. Sie entscheiden selbst, was Sie angeben.

Es gibt hier keine richtigen oder falschen Antworten. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie das, was Ihnen heute am nächsten kommt. Sie können es später ändern. Der Knopf zum Start steht direkt unter diesem Video.

Sechs Fragen, ein Vorschlag

Sie müssen den Kurs nicht von vorn bis hinten durcharbeiten. Mit sechs kurzen Fragen stellen wir eine Reihenfolge zusammen, die zu Ihrem Kind und zu Ihrer Lage passt. Das dauert etwa zwei Minuten.

Jetzt Ihren Weg erstellen

Das sind die Fragen:

  1. Worum geht es bei Ihrem Kind? Autismus, ADHS, Autismus und ADHS, oder Verdacht beziehungsweise in Abklärung.
  2. Welche Schule besucht Ihr Kind? Die Einschulung steht an, Grundschule, weiterführende Schule (Klasse 5 bis 10), Oberstufe oder Berufskolleg, Förderschule.
  3. In welchem Bundesland? Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Baden-Württemberg oder ein anderes Bundesland.
  4. Was beschäftigt Sie gerade am meisten? Hier sind mehrere Antworten möglich: Gespräche mit der Schule, Krisen oder Ausraster, Ihr Kind geht nicht mehr gern oder gar nicht zur Schule, Mobbing, Nachteilsausgleich oder Förderung, Schulbegleitung, ein Schulwechsel steht an, Hausaufgaben und Alltag, Schlaf, Ihre eigene Erschöpfung.
  5. Hat Ihr Kind eine Schulbegleitung? Ja, beantragt, nein, oder Sie wissen es nicht.
  6. Wie viel Zeit haben Sie pro Woche? Etwa 15 Minuten, etwa 30 Minuten, eine Stunde oder mehr.

Es gibt keine richtigen oder falschen Antworten. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie, was heute am ehesten passt.

Was aus Ihren Antworten wird

Nach der letzten Frage sehen Sie Ihren Weg durch den Kurs. So entsteht die Reihenfolge:

  • Zuerst die Grundlagen. Dazu gehören die Lektionen dieses Kapitels und die Lektion Sie sind nicht allein. Je nach Ihrer Antwort auf die erste Frage folgen die Lektionen über Autismus, über ADHS oder über beides.
  • Wenn es gerade brennt. Haben Sie Krisen, Schulvermeidung oder Mobbing gewählt, steht die Lektion Erste Hilfe: Was in den nächsten Tagen zählt ganz vorn, und die passenden Lektionen aus Kapitel 7 folgen bald danach.
  • Dann Ihr Anliegen. Was Sie bei der vierten Frage gewählt haben, kommt als Nächstes. Danach folgt das Kapitel über Gespräche mit der Schule, weil gute Gespräche fast alles andere leichter machen.
  • Schulbegleitung. Hat Ihr Kind eine Schulbegleitung oder ist sie Ihnen wichtig, gehört Kapitel 6 zu Ihrem Weg. Ist sie beantragt, rücken drei Lektionen daraus nach vorn: was eine Schulbegleitung ist, warum das Ziel Selbstständigkeit heißt und wie Sie sich auf das Hilfeplangespräch vorbereiten.
  • Ihr Tempo. Aus Ihrer Zeit pro Woche ergibt sich ein Vorschlag, wie viele Lektionen pro Woche gut passen. Bei etwa 15 Minuten sind das zwei.

Lektionen, die nicht auf Ihrem Weg stehen, finden Sie in der Kursübersicht. Ihre Antworten dienen nur dazu, Ihnen eine Reihenfolge vorzuschlagen.

Alles bleibt offen

Ihr Weg ist ein Vorschlag. Jede Lektion bleibt jederzeit für Sie offen.

Sie können springen, wann immer Sie möchten. Wenn morgen ein Gespräch mit der Schule ansteht, öffnen Sie die passende Lektion, auch wenn sie auf Ihrem Weg erst später kommt. Danach machen Sie einfach dort weiter, wo Sie waren.

Sie können die Fragen außerdem jederzeit neu beantworten. Das lohnt sich zum Beispiel, wenn Ihr Kind die Schule wechselt, wenn eine Diagnose dazukommt oder wenn ein neues Thema wichtig wird. Den Knopf dafür finden Sie in der Kursübersicht.

Ihr nächster Schritt

Nehmen Sie sich jetzt zwei Minuten für die sechs Fragen.

Jetzt Ihren Weg erstellen

Danach lohnt sich die Lektion So holen Sie das Meiste heraus. Dort erfahren Sie, wie die Hinweise zur Forschung funktionieren und welche Hilfen der Kurs für Sie bereithält.

Das Wichtigste

  • Sechs kurze Fragen ergeben eine Reihenfolge, die zu Ihrem Kind und Ihrer Lage passt.
  • Der Weg ist ein Vorschlag. Jede Lektion bleibt jederzeit für Sie offen.
  • Wenn Krisen, Schulvermeidung oder Mobbing Sie gerade beschäftigen, stehen die passenden Lektionen weit vorn.
  • Sie können die Fragen jederzeit neu beantworten, zum Beispiel nach einem Schulwechsel.

Kurz nachgedacht

Freiwillig. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern ums Erinnern.

  1. Was passiert mit den Lektionen, die nicht auf Ihrem Weg stehen?

  2. Ihr Kind wechselt nach den Sommerferien die Schule. Was tun Sie mit Ihrem Weg?

Ihr nächster Schritt

Ein Plan nach dem Muster „Wenn …, dann …“ macht es leichter, etwas im Alltag wirklich zu tun.

  • Wenn sich bei meinem Kind etwas Wichtiges ändert, zum Beispiel die Schule oder eine neue Diagnose, dann beantworte ich die sechs Fragen neu und schaue, womit ich als Nächstes weitermache.

Zum Nachdenken

Zur Übersicht

Inhaltlicher Stand: 2026-10-18