Lektion 7.1

Erste Hilfe: Was in den nächsten Tagen zählt

Vier Schritte für die Tage nach einer Krise: Sicherheit, Ruhe, ein Gespräch mit der Schule und ein Plan. Dazu ein Wegweiser zur passenden Lektion.

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Das Video zu dieser Lektion folgt.

etwa 4 Minuten

Bild und Stimme der Moderation werden mit KI erzeugt. Die Inhalte erarbeitet Starke Schultern auf Grundlage geprüfter Forschung, Fachleute prüfen sie vor der Veröffentlichung.

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Wenn Sie diese Lektion gerade öffnen, ist vermutlich etwas passiert. Vielleicht hat die Schule angerufen und Sie gebeten, Ihr Kind abzuholen. Vielleicht weigert sich Ihr Kind seit Tagen, das Haus zu verlassen. Vielleicht gab es einen Zusammenbruch, eine Verletzung, oder Ihr Kind hat etwas gesagt, das Ihnen Angst macht. Was auch immer es ist: Gut, dass Sie hier sind. Sie müssen das nicht allein lösen, und Sie müssen es nicht heute vollständig lösen.

In den nächsten Tagen zählen vier Dinge, in dieser Reihenfolge: Sicherheit, Ruhe, ein Gespräch mit der Schule und dann ein Plan.

Erstens: Sicherheit. Wenn Ihr Kind sich selbst oder andere in Gefahr bringt, wenn es sich verletzt hat oder davon spricht, nicht mehr leben zu wollen, dann hat das Vorrang vor allem anderen. Bleiben Sie bei Ihrem Kind. Rufen Sie bei akuter Gefahr den Notruf, oder fahren Sie in die Notaufnahme einer Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. Die wichtigsten Nummern stehen direkt unter diesem Video. Und noch etwas: Sie dürfen Ihr Kind offen fragen, ob es daran denkt, nicht mehr leben zu wollen. Studien zeigen, dass diese Frage nicht schadet. Sie öffnet eine Tür.

Zweitens: Ruhe. Nach einer Krise sind Kind und Eltern erschöpft. Jetzt ist nicht der Moment für lange Gespräche, für Strafen oder Vorträge. Senken Sie die Reize, geben Sie Sicherheit, und sprechen Sie später in Ruhe darüber, was passiert ist. Autistische Kinder und Jugendliche beschreiben, was ihnen in solchen Momenten hilft: ruhige, verlässliche Erwachsene, die nicht drängen. Schauen Sie dann auch auf die naheliegenden Dinge. Hat Ihr Kind Schmerzen, hat es schlecht geschlafen, ist etwas Unvorhergesehenes passiert? Leitlinien nennen genau solche Auslöser.

Drittens: das Gespräch mit der Schule. Sobald das Akute vorbei ist, suchen Sie den Kontakt. Nicht als Abrechnung, sondern um gemeinsam zu verstehen, was passiert ist. Wenn Ihr Kind nicht mehr zur Schule gehen kann, melden Sie sich früh. Je länger man wartet, desto schwerer wird oft der Weg zurück. Wenn die Schule Sie bittet, Ihr Kind abzuholen oder nur noch kürzer kommen zu lassen, dürfen Sie freundlich nachfragen: Auf welcher Grundlage, für wie lange, und wie geht es danach weiter? Bitten Sie darum, das schriftlich zu bekommen. Und wenn Ihr Kind von Mobbing erzählt: Hören Sie zu, sagen Sie ihm, dass es nicht seine Schuld ist, und schreiben Sie auf, was es erzählt.

Viertens: ein Plan. Erst wenn Ruhe eingekehrt ist, lohnt sich der Blick nach vorn. Was waren die ersten Warnzeichen? Was hat geholfen? Was soll beim nächsten Mal anders laufen, zu Hause und in der Schule? Dafür gibt es in diesem Kapitel eigene Lektionen und Werkzeuge. Unter diesem Video finden Sie einen Wegweiser, welche Lektion zu Ihrer Lage passt.

Ein Werkzeug lege ich Ihnen heute schon ans Herz: die Notfallkarte. Darauf stehen die wichtigsten Nummern und Ihre eigenen Kontakte, zum Beispiel die Kinderärztin, die Klassenleitung oder eine vertraute Person. Füllen Sie sie in einem ruhigen Moment aus, und legen Sie sie dorthin, wo Sie sie finden, wenn es darauf ankommt.

Und zum Schluss: Achten Sie auch auf sich. Wenn Sie selbst nicht mehr weiterwissen, dürfen Sie sich Hilfe holen. Auch dafür stehen Nummern unter diesem Video, zum Beispiel ein Telefon nur für Eltern. Hilfe zu holen ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist genau das, was Sie Ihrem Kind auch raten würden.

Diese Lektion ist frei zugänglich, auch ohne Kauf des Kurses. Sie können jederzeit pausieren und später weiterlesen.

Schritt 1: Sicherheit

Wenn Ihr Kind sich oder andere gerade in Gefahr bringt, sich verletzt hat oder davon spricht, nicht mehr leben zu wollen, hat das Vorrang vor allem anderen:

  • Bleiben Sie bei Ihrem Kind und lassen Sie es nicht allein.
  • Holen Sie bei akuter Gefahr sofort Hilfe: über den Notruf oder in der Notaufnahme der nächsten Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
  • Rufen Sie jemanden dazu, der Sie unterstützt, wenn Sie allein sind.

Viele Eltern fürchten, ein Kind durch die Frage nach Suizidgedanken erst auf die Idee zu bringen. Studien finden dafür keinen Hinweis: Das Fragen erhöhte weder Gedanken an Suizid noch Selbstverletzung noch die Belastung. Eine ruhige, direkte Frage kann so klingen: „Denkst du manchmal daran, nicht mehr leben zu wollen?“ Wenn die Antwort Sie beunruhigt, holen Sie sich noch am selben Tag fachliche Hilfe.

Belegt: Quellen anzeigen

Jede Selbstverletzung ist ernst zu nehmen, auch eine scheinbar leichte, und sie ist nie „nur Aufmerksamkeit“. Bei jungen Menschen gehört sie zu den stärksten Warnzeichen für eine ernste Gefährdung. Reagieren Sie ruhig, lassen Sie Wunden versorgen und holen Sie zeitnah ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe. Die Schule sollte, möglichst mit dem Einverständnis Ihres Kindes, einbezogen werden, damit gemeinsam ein Unterstützungsplan entstehen kann.

Gut belegt: Quellen anzeigen

Dafür gibt es starke Forschung, zum Beispiel Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Übersichtsstudien.

Ausführlich geht es darum in den Lektionen Wenn Ihr Kind nicht mehr leben möchte und Selbstverletzung: ruhig bleiben, ernst nehmen, Hilfe holen.

Schritt 2: Ruhe

Nach einer Krise sind Kind und Eltern erschöpft. Jetzt helfen keine langen Gespräche, keine Vorträge und keine Strafen. Was jetzt hilft:

  • Reize senken: Licht dämpfen, Geräusche reduzieren, wenig sprechen.
  • Sicherheit geben: in der Nähe bleiben, ohne zu drängen.
  • Später besprechen: wenn Sie beide wieder ruhig sind, oft erst am nächsten Tag.

Autistische Kinder und Jugendliche beschreiben in Interviews, dass sie sich in Krisen oft missverstanden fühlen und sich ruhige, verlässliche Erwachsene wünschen. Die deutsche Leitlinie zur Autismus-Therapie schließt Verfahren mit Bestrafung oder Zwang aus (Stand 2021, Gültigkeit abgelaufen, Überarbeitung ausstehend). Dass Ruhe, Reizschutz und ein späteres Gespräch helfen, ist vor allem breite fachliche Erfahrung, große Studien dazu gibt es kaum. Praktisch heißt das: Beginnen Sie mit Ruhe und beobachten Sie, was Ihr Kind in solchen Momenten am meisten beruhigt. Dieses Wissen ist später Gold wert.

Praxiserfahrung: Quellen anzeigen

Studien dazu gibt es kaum. Fachleute empfehlen es aus breiter Erfahrung. Probieren Sie es aus und beobachten Sie, ob es passt.

Wenn wieder Ruhe eingekehrt ist, lohnt sich der Blick auf mögliche Auslöser.

Die britische Leitlinie zu Autismus nennt Faktoren, die bei herausforderndem Verhalten geprüft werden sollen: Schwierigkeiten in der Kommunikation, Schmerzen oder körperliche Erkrankungen, Angst oder Depression, ADHS, Licht und Lärm, das soziale Umfeld einschließlich der Schule, Änderungen im Ablauf, Pubertät und fehlende Vorhersehbarkeit. Denken Sie deshalb auch an Naheliegendes wie Schlafmangel, Hunger oder Zahnschmerzen.

Gut belegt: Quellen anzeigen

Dafür gibt es starke Forschung, zum Beispiel Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Übersichtsstudien.

Schritt 3: Das Gespräch mit der Schule

Sobald das Akute vorbei ist, suchen Sie den Kontakt zur Schule. Ziel ist nicht die Abrechnung, sondern ein gemeinsames Verständnis: Was ist passiert, was war davor, was hat geholfen? Wie Sie ein solches Gespräch vorbereiten, zeigt die Lektion So bereiten Sie ein Gespräch vor.

Wenn Ihr Kind nicht mehr zur Schule gehen kann

Melden Sie sich früh bei der Klassenleitung und holen Sie die Schulpsychologie dazu. Aus der Praxis wissen wir: Je länger eine Abwesenheit dauert, desto schwerer wird oft der Weg zurück.

In Studien zur Behandlung von Schulvermeidung verbessert sich zuerst die Anwesenheit. Die Angst geht dagegen kurzfristig nicht messbar stärker zurück als in Vergleichsgruppen. Das heißt: Die Rückkehr muss nicht warten, bis die Angst verschwunden ist. Wirksam getestete Programme verbinden kleine Schritte zurück in die Schule mit Unterstützung der Eltern und Anpassungen in der Schule.

Belegt: Quellen anzeigen

Weder bloßer Druck noch langes Abwarten ohne Plan sind durch Studien gedeckt. Wie ein schrittweiser Weg zurück aussehen kann, zeigen die Lektionen Wenn Ihr Kind nicht mehr zur Schule gehen kann und Der Weg zurück.

Wenn die Schule bittet, Ihr Kind abzuholen

Oft steckt hinter einer solchen Bitte eine echte Überforderung der Schule, und manchmal ist ein früheres Abholen in der akuten Lage tatsächlich das Beste für Ihr Kind. Wenn daraus aber eine Regel wird, dürfen Sie freundlich und klar nachfragen:

  • Auf welcher Grundlage geschieht das?
  • Für wie lange ist es gedacht?
  • Wie geht es danach weiter, und wer kümmert sich um den Plan?

Bitten Sie darum, diese Antworten schriftlich zu bekommen.

In der Forschung zu Schulabwesenheit wird regelmäßiges Abholenlassen als eine Form des Ausschlusses durch die Schule beschrieben, etwa wenn die Schule den Bedürfnissen eines Kindes gerade nicht gerecht werden kann. Diese Einordnung ist ein Vorschlag führender Forschender und kein festgelegter Standard. Praktisch heißt das: Ein solches Abholen ist kein privates Arrangement, über das man nicht sprechen darf. Es verdient einen Plan.

Praxiserfahrung: Quellen anzeigen

Studien dazu gibt es kaum. Fachleute empfehlen es aus breiter Erfahrung. Probieren Sie es aus und beobachten Sie, ob es passt.

So ist es in Nordrhein-Westfalen

Das Schulrecht in NRW kennt für einen Unterrichtsausschluss oder eine verkürzte Beschulung bestimmte Wege, zum Beispiel eine Ordnungsmaßnahme mit Anhörung und schriftlicher Begründung (§ 53 SchulG NRW), einen Ausschluss aus Gefahrengründen auf Grundlage eines amtsärztlichen Gutachtens (§ 54 Abs. 3 SchulG NRW) oder eine befristete Abweichung von der Stundentafel im Förderplan (§ 28 Abs. 2 AO-SF). Eine Grundlage dafür, dass Eltern ihr Kind regelmäßig auf Zuruf abholen sollen, ohne dass einer dieser Wege beschritten wird, haben wir in den geprüften Vorschriften nicht gefunden. Genaueres steht in der Lektion „Bitte holen Sie Ihr Kind ab“.

Wenn Ihr Kind von Mobbing erzählt

  • Zuhören und ernst nehmen. Sagen Sie Ihrem Kind: „Gut, dass du es mir erzählst. Das ist nicht deine Schuld.“
  • Aufschreiben, was, wann, wo und mit wem passiert ist. Bei Cybermobbing Screenshots sichern.
  • Die Schule schriftlich informieren und um einen Plan bitten.

Mobbing ist kein harmloser Teil des Erwachsenwerdens. Eine große Metaanalyse fand die stärksten Belege für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Mobbingerfahrungen und späterer Depression, Angst und schlechterer Gesundheit. Deshalb lohnt es sich, früh zu handeln.

Gut belegt: Quellen anzeigen

Dafür gibt es starke Forschung, zum Beispiel Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Übersichtsstudien.

Aus der Praxis raten wir davon ab, selbst die anderen Kinder oder deren Eltern zur Rede zu stellen. Gehen Sie den Weg über die Schule, die Schulsozialarbeit oder die Schulpsychologie. Mehr dazu in der Lektion Mobbing erkennen und handeln.

Wer Sie beraten kann

Schulpsychologische Beratung ist kostenfrei und vertraulich, und sie ist auch für Eltern da.

So ist es in Nordrhein-Westfalen

In NRW gibt es schulpsychologische Beratungsstellen vor Ort. Koordiniert werden sie von der Landesstelle Schulpsychologie bei der Bezirksregierung Arnsberg. Die Beratung folgt den Grundsätzen Vertraulichkeit, Freiwilligkeit und Unabhängigkeit.

So ist es in Hamburg

In Hamburg gibt es 13 Regionale Bildungs- und Beratungszentren (ReBBZ) mit eigener Beratungsabteilung. Die Hamburger Schulbehörde rät Sorgeberechtigten ausdrücklich, sich schon bei ersten Anzeichen von Schulabsentismus früh an Lehrkräfte, die schulischen Beratungsdienste oder das ReBBZ zu wenden.

So ist es in Baden-Württemberg

In Karlsruhe berät die Schulpsychologische Beratungsstelle kostenfrei und vertraulich, ausdrücklich auch bei Angst, Schulverweigerung und Mobbing. Für andere Orte in Baden-Württemberg fragen Sie in der Schule oder beim Staatlichen Schulamt nach der zuständigen Beratungsstelle.

So ist es in Andere Bundesländer

Fragen Sie in der Schule oder auf der Internetseite des Schulministeriums Ihres Landes nach schulpsychologischer Beratung in Ihrer Nähe.

Schritt 4: Ein Plan

Erst wenn Ruhe eingekehrt ist, lohnt sich der Blick nach vorn. Drei Fragen helfen:

  1. Was waren die ersten Warnzeichen?
  2. Was hat geholfen, und was hat es schlimmer gemacht?
  3. Was soll beim nächsten Mal anders laufen, zu Hause und in der Schule?

Die britische Leitlinie zu Autismus empfiehlt, mit dem Kind und der Familie einen gemeinsamen Plan zu entwickeln, der Auslöser berücksichtigt, mehr Struktur und weniger Unvorhersehbarkeit schafft und zu Hause und in der Schule gleich umgesetzt wird. Eltern und Fachleute sollen sich dabei einig sein.

Gut belegt: Quellen anzeigen

Dafür gibt es starke Forschung, zum Beispiel Leitlinien oder mehrere übereinstimmende Übersichtsstudien.

Wie ein solcher Krisenplan aussieht, zeigt die Lektion Krisen im Unterricht: ein gemeinsamer Krisenplan. Wie Sie eine Krise ohne Schuldzuweisung nachbesprechen, steht in der Lektion Nach der Krise.

Wegweiser: Welche Lektion passt zu Ihrer Lage?

Die Notfallkarte

Auf der Notfallkarte stehen die wichtigsten Nummern und Ihre eigenen Kontakte, zum Beispiel die Kinderärztin, die Klassenleitung, die Schulbegleitung oder eine vertraute Person. Füllen Sie sie in einem ruhigen Moment aus und legen Sie sie dorthin, wo Sie sie im Ernstfall schnell finden.

WerkzeugNotfallkarte

Und Sie selbst

Eltern von Kindern mit Autismus oder ADHS tragen im Durchschnitt deutlich mehr Belastung als andere Eltern. In einer Krise kommt noch mehr dazu. Wenn Sie erschöpft, verzweifelt oder ratlos sind, ist das eine Folge dieser Lage und kein Versagen.

Gut belegt: Quellen anzeigen

Sie dürfen sich Hilfe holen, für Ihr Kind und für sich selbst. Für Eltern gibt es eigene Beratungstelefone, kostenfrei und zu festen Zeiten erreichbar. Die TelefonSeelsorge ist Tag und Nacht für Sie da.

Das Wichtigste

  • In den nächsten Tagen zählt die Reihenfolge: Sicherheit, Ruhe, ein Gespräch mit der Schule, dann ein Plan.
  • Bei akuter Gefahr bleiben Sie bei Ihrem Kind und holen sofort Hilfe.
  • Sie dürfen Ihr Kind offen fragen, ob es daran denkt, nicht mehr leben zu wollen. Die Frage schadet nicht.
  • Nach einer Krise kommt zuerst die Ruhe. Besprochen wird später, wenn alle wieder ruhig sind.
  • Wenn die Schule bittet, Ihr Kind abzuholen, dürfen Sie freundlich nach Grundlage, Dauer und Plan fragen und um eine schriftliche Mitteilung bitten.

Kurz nachgedacht

Freiwillig. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern ums Erinnern.

  1. Ihr Kind hatte in der Schule einen Zusammenbruch und ist jetzt zu Hause. Was hilft zuerst?

  2. Dürfen Sie Ihr Kind direkt fragen, ob es daran denkt, nicht mehr leben zu wollen?

  3. Die Schule bittet Sie, Ihr Kind ab sofort jeden Mittag abzuholen. Was ist ein guter erster Schritt?

Ihr nächster Schritt

Ein Plan nach dem Muster „Wenn …, dann …“ macht es leichter, etwas im Alltag wirklich zu tun.

  • Wenn die Schule anruft und ich mein Kind abholen soll, dann frage ich ruhig, was passiert ist, und bitte um einen Gesprächstermin in den nächsten Tagen.
  • Wenn mein Kind nach einer Krise zu Hause ist, dann sorge ich zuerst für Ruhe und spreche erst darüber, wenn wir beide wieder ruhig sind.

Zum Nachdenken

Quellen dieser Lektion (12)
  1. Polihronis C, Cloutier P, Kaur J, Skinner R, Cappelli M (2022) What's the harm in asking? A systematic review and meta-analysis on the risks of asking about suicide-related behaviors and self-harm with quality appraisal Archives of Suicide Research, 26(2), 325-347
  2. National Institute for Health and Care Excellence (2022) Self-harm: assessment, management and preventing recurrence (NG225) NICE
  3. Geoffroy MC, Baker-Sullivan E, Nitu NJ, et al., Thombs B (2026) Risk and Protective Factors for Suicide Mortality in Youths: A Systematic Review and Meta-Analysis JAMA Network Open, 9, e2621622
  4. Phung J, Penner M, Pirlot C, Welch C (2021) What I Wish You Knew: Insights on Burnout, Inertia, Meltdown, and Shutdown From Autistic Youth Frontiers in Psychology 12:741421
  5. DGKJP, DGPPN u. a. (Leitung: Freitag CM) (2021) Autismus-Spektrum-Störungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Teil 2: Therapie. Interdisziplinäre S3-Leitlinie, AWMF-Registernummer 028-047, Kurzversion AWMF
  6. National Institute for Health and Care Excellence (2013) Autism spectrum disorder in under 19s: support and management (CG170) NICE, zuletzt aktualisiert 14.06.2021
  7. Maynard BR, Heyne D, Brendel KE, Bulanda JJ, Thompson AM, Pigott TD (2018) Treatment for School Refusal Among Children and Adolescents: A Systematic Review and Meta-Analysis Research on Social Work Practice, 28(1), 56-67
  8. Jakobsen S, Tølbøll KB, Thastum M, Lomholt JJ (2025) Cognitive Behavioral Interventions for School Attendance Problems: A Systematic Review and Meta-analysis Child Psychiatry and Human Development (online ahead of print)
  9. Heyne D, Gren-Landell M, Melvin G, Gentle-Genitty C (2019) Differentiation Between School Attendance Problems: Why and How? Cognitive and Behavioral Practice, 26(1), 8-34
  10. Moore SE, Norman RE, Suetani S, Thomas HJ, Sly PD, Scott JG (2017) Consequences of bullying victimization in childhood and adolescence: A systematic review and meta-analysis World Journal of Psychiatry, 7(1), 60-76
  11. Hayes, S. A., Watson, S. L. (2013) The impact of parenting stress: A meta-analysis of studies comparing the experience of parenting stress in parents of children with and without autism spectrum disorder Journal of Autism and Developmental Disorders, 43(3), 629-642
  12. Theule, J., Wiener, J., Tannock, R., Jenkins, J. M. (2013) Parenting stress in families of children with ADHD: A meta-analysis Journal of Emotional and Behavioral Disorders, 21(1), 3-17
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Inhaltlicher Stand: 2026-10-18